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Der große Grillratgeber – Teil I

 

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Sommerzeit ist Grillzeit. Was zunächst sehr appetitlich und einladend klingt, kann durchaus schwer verdaulich enden, wenn die Vorbereitung nicht stimmt. Wer hat es noch nicht erlebt – Gäste und Speisen sind chaotisch an einen zu kleinen Tisch arrangiert, beißender Rauch wabert durch die Nachbarschaft und das Fleisch wird zwar nicht durch, aber dafür trocken. Und natürlich weiß im Nachhinein jeder Gast alles besser als der Gastgeber. Damit Ihnen als Grillmeister bei der nächsten Grillparty solche Desaster erspart bleiben, hat Gardenplaza.de eine kompakte Faktensammlung für Sie zusammengestellt – für eine heile und erfreuliche Grillsaison.

 
Der richtige Ort für den Grill

© Rainer Sturm/Pixelio

Der Tag ist da, die Sonne knallt vom Himmel und es regt sich kaum ein Lüftchen. Optimale Wetterverhältnisse für den Grill, anstrengende jedoch für Grillmeister und Gäste.
Umso wichtiger, dass es im Aufenthaltsbereich der Gäste genügend Schatten gibt, um Sonnenbrand, Hitzschlag und ähnliche unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden. Ist kein natürlicher Schatten vorhanden, sind eine Markise oder ein Sonnenschirm das Mittel der Wahl. Zusätzlicher Vorteil: Insekten im Sturzflug oder von Bäumen herabfallender Schmutz landen nicht im Essen. Der Grill hingegen sollte möglichst frei stehen, hier besteht sonst Brandgefahr.
 
Sicherheitsabstand empfiehlt sich besonders bei Bäumen, Sträuchern und Holzgegenständen – auch Holzbalkons sind gefährdet! – da diese im Sommer besonders trocken und entzündlich sind. Da Sie selbst als Grillbeauftragter leider auch ungeschützt in der Sonne stehen, sollten Sie stets auf ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser ist 50) sowie eine Kopfbedeckung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr – möglichst NICHT nur alkoholischer Natur – achten.
Zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens empfiehlt es sich außerdem, den Grill so aufzustellen, dass der Rauch nicht direkt ins Nachbarhaus zieht. Plaza-Tipp: Wer seine Nachbarn einigermaßen leiden kann, lädt sie einfach direkt zum Grillen ein – so sind Klagen über das Grillfest von nebenan ausgeschlossen.

 
Die richtige Ausrüstung

© epr/LEDA

Ohne Grill geht nichts – das dürfte klar sein. Grill ist jedoch nicht gleich Grill, und nicht jedes Gerät eignet sich für jeden Anlass.
Die zwei wichtigsten Varianten sind mit Sicherheit der Kohlegrill, oft in Kugelform, sowie der Elektrogrill.
Wenn Sie nur eine kleine Terrasse oder einen Balkon zur Verfügung haben, dann sind Sie mit einem Elektrogrill am besten beraten.
Dieser erzeugt weder Schmutz noch Rauch, ist einfach zu bedienen und wetterunabhängig. Notfalls kann er auch im Haus benutzt werden, was beim Kohlegrill NIEMALS versucht werden sollte und tödlich enden kann! Wer das nicht glaubt möge bitte hier nachlesen. Ein weiterer Vorteil des Elektrogrills ist Zeitersparnis – beim Grillen mit Kohle sollte das Zeitfenster eher großzügig sein, um möglichst entspannt ein schmackhaftes Ergebnis zu erzielen.
Und schon sind wir bei Variante zwei – dem Kohlegrill. Dieser kann nur im Freien eingesetzt werden und erfordert ein Vorheizen von circa 20-30 Minuten, bis die Kohle soweit ist, dass gegrillt werden kann. Vorteil: das klassische Grillambiente entsteht und das Essen bekommt, wenn man es richtig macht, das ganz spezielle, Grillaroma. Wichtig bei jeder Variante: Die Betriebsanleitung ist kein Füllmaterial oder Altpapier, sondern sollte tatsächlich gelesen werden. Wer glaubt, er brauche das nicht, kann gerne die Grillprofis von grillsportverein.de fragen, was die vom Grillen ohne vorheriges Lesen der Betriebsanleitung halten.

 
Die richtige Grillkohle

© epr/hecht

Wenn Sie mit einem Elektrogrill arbeiten, können und sollten Sie diesen Punkt überspringen.
Wenn Sie jedoch mit einem Kohlegrill arbeiten möchten, sollten Sie die Wichtigkeit von Qualität nicht unterschätzen – der beste Grill ist nichts wert, wenn man auf ihm Industrieabfälle verbrennt, was bei Billigkohle von der Tankstelle leider oft der Fall ist. Hier kann von Pech bis hin zu Teer alles Mögliche enthalten sein, was im Essen nichts verloren hat.
Wichtigster Hinweis, bevor es ins Detail geht: Grundsätzlich NUR Produkte mit DIN und TÜV-Siegel kaufen, alles andere ist nicht sicher und kann der Gesundheit schaden!
Die am meisten benutzten Heizmittel sind Briketts sowie Holzkohle. Der theoretische Unterschied ist einfach – Briketts bestehen aus gepresstem Kohlestaub, bei Holzkohle handelt es sich um durcherhitztes Massivholz. Praktisch besteht der größte Unterschied darin, dass Briketts sich schwerer entzünden lassen, dafür aber länger Hitze spenden. Holzkohle ist leichter zu entzünden, hält jedoch weniger lange vor.
Empfehlenswert für alle, denen Geschmack und Gesundheit wichtiger sind als Schnelligkeit, ist Holzkohle aus naturbelassenem Buchenholz. Diese brennt gleichmäßig ab, ist nicht von Schadstoffen belastet und hat ein angenehmes Aroma. Dies bringt uns direkt zum nächsten Punkt – dem Grillanzünder. Die beste, schadstofffreie Kohle ist nichts wert, wenn sie mit chemischem Anzünder getränkt wird. Die wohl gesündeste Alternative zum Entfachen des Grillfeuers sind natürliche Grillanzünder aus Pflanzenölen und –fetten. Wer es noch nicht wusste, sei hiermit offiziell informiert: Spiritus, Benzin und Konsorten sind TABU. Sie sind nicht nur giftig, sondern brandgefährlich und ein unnötiges Risiko.

 
Wie es beim Grillen entspannt und sicher in medias res geht, erfahren Sie in Teil II unseres großen Grillratgebers!

 
Quellen:
Wikipedia.org/wiki/Grillen
Grillsportverein.de
Pixelio.de

 

 
Weitere Informationen dazu finden Sie hier

News 24. Jul. 2014
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