Landhausgarten | Bauerngarten – paradiesische Idylle

Landhausgarten | Bauerngarten – paradiesische Idylle

Garten ist nicht gleich Garten - es gibt so viele verschiedene Vorstellungen und Umsetzungen dieses Begriffs, dass man schwerlich alle Formen von Gartenkulturen kennen kann. Der Stil des sogenannten Landhausgarten ist aber sicherlich dem ein oder anderen Liebhaber von üppig und idyllisch angelegten Pflanzenoasen durchaus ein Begriff. Bei dieser Gartenform geht es um Vielfalt und Fülle, um Natur in ihrer größtmöglichen Ursprünglichkeit, um lauschige Gartenplätze mit romantischem Ambiente. In diesen Gärten muss man nicht darauf achten, dass bloß kein Kieselstein sein Kieselbett verlässt oder vielleicht ein Grashalm aus der Reihe tanzt. Bauerngärten sind nach ähnlichen Prinzipien angelegt. Allerdings ist hier der Fokus mehr auf die Kombination von Zierpflanzen und eigenem Obst-, Gemüse- und Kräuteranbau gerichtet. Dieser Umstand liegt begründet in der Tatsache, dass sich der Bauerngarten aus den Klostergärten entwickelte, wo aufgrund der Selbstversorgung ein besonderes Augenmerk auf Nahrung und heilende Kräutern lag. Auch das typische Merkmal eines angelegten Wegekreuzes lässt sich unschwer aus den Klostergartenursprüngen ableiten. Welche Umgebung Wie die Bezeichnungen Landhausgarten und Bauerngarten schon vermuten lassen, ist die Anlage solch einer Gartenkultur nicht unbedingt etwas für ein Mehrfamilienhaus, in dem die Bewohner nur je über eine eher kleinere Gartenparzelle verfügen. Auch sollte das Haus an sich zu dieser Art von Garten passen: In Kombination mit einem malerischen alten Bruchsteinmauerwerk oder einem Haus mit Holzfassade wird sicherlich eher die anheimelnde, nostalgische "Lindgren-Geschichten-Atmosphäre" ausgestrahlt, als bei einem Plattenbau oder in einer Neubau-neben-Neubau Siedlung. Am Wichtigsten ist jedoch, dass das Haus einigermaßen frei steht, damit all die Stauden, Sträucher und Gräser sich im wahrsten Sinne des Wortes entfalten können. Welche Pflanzen eignen sich Die Schönheit eines Gartens zeigt sich natürlich ganz besonders in der Blütezeit. Und da glücklicherweise nicht alle Pflanzen gleichzeitig ihre Knospen öffnen, kann man sich bei der richtigen Pflanzenauswahl über viele Wochen hinweg über verschiedenen Farb- und Formvarianten freuen. Beim Planen der Gartenanlage eröffnen sich dem zukünftigen "Landschaftsarchitekten" also unendliche Weiten an für den Landhaus- oder Bauerngarten passenden Gewächsen. Stauden werden mehrere Jahre alt, blühen regelmäßig und - im Gegensatz zu Sträuchern - verholzen sie nicht. Sträucher sind ebenfalls mehrjährig und viele Straucharten eignen sich hervorragend zur Hecke. Sträucher Gehören Rosen zu den bevorzugten Sträuchern, hat man eine nahezu unerschöpfliche Auswahl: Mehrfachblüher, die zunächst im Juni und dann noch einmal abgeschwächt im August aufgehen und / oder Rosen, die nur einmal im Jahr blühen, dafür aber mit einer langlebigeren Blütenpracht glänzen. Bodendeckerrosen, Kletterrosen, Rosenstämmchen - alles passt! Als immergrüner Strauch eignet sich der Buchsbaum ganz hervorragend, um andere Pflanzen einzufassen. Auch lässt sich Buchs von anderen Blumen ganz wunderschön durchwachsen, z.B. von weißen Azaleen (Rhododendronart), die im Mai / Juni blühen und den Buchs wunderbar durchsprenkeln. Auch die zu den Blütensträuchern zählenden Weigelien blühen im Frühsommer, allerdings besteht eine große Chance, dass sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachblühen. Seit einigen Jahren gehört auch die winterharte Hortensie wieder zu den sehr beliebten Ziersträuchern im Garten. Von Juni - August sieht man es überall blau, weiß, hell- und dunkelrosa blühen, aber auch wenn ihre Hauptzeit vorüber ist und die Blüten ihre Farbe verlieren, sehen sie oft noch sehr schmuck und überaus ansehnlich aus. Auch kann man sie auch problemlos in Kübeln anpflanzen und drapieren. Magnolien gehören ebenfalls mit zu den beliebtesten Sträuchern, bzw. Bäumen, weil die sehr prägnanten und großen Blüten dieser Ziergehölze bereits im Frühjahr aufgehen und ob ihrer Schönheit überall ein echter Blickfang sind. Stauden Eine Pflanze, auf die sich der Gartenbesitzer immer verlassen kann, ist die überaus robuste Fette Henne. Diese Staude ist ebenfalls immergrün und winterfest, braucht keine sensible Pflege und wächst eigentlich überall. Und das gilt für alle der ca. 100 Arten, die in unseren Gefilden beheimatet sind. Und auch wenn die Blüten nicht zu den auffälligsten gehören, schmücken sie den Garten zuverlässig im Juli / August. Funkien punkten mit ihren wunderschönen Blättern und werden daher auch zu den Blattschmuckstauden gezählt. Wie auch Hortensien sind sie winterhart und gedeihen sowohl direkt in der Erde als auch in Kübeln. Bei Disteln denken die meisten unweigerlich an Dornen, aber wer einmal die Blütenpracht der hochgewachsenen, blau-violetten Kugeldisteln bewundern konnte, fühlt sich zukünftig wohl nicht mehr an ein unangenehmes Piksen erinnert. Diese wunderschönen Stauden, die sich an trockeneren und sonnigen Orten wohlfühlen, blühen in der Zeit von Juli - September. Weitere Artikel zum Thema Garten finden Sie auf: http://www.wohnraummagazin.com