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Pools: Erfrischung @home

30 Grad, bester Sonnenschein – was kann schöner sein, als sich bei diesen sommerlichen Temperaturen im eigenen Pool zu erfrischen? Den Traum eines Swimmingpools im eigenen Garten möchten sich immer mehr Eigenheimbesitzer und -bewohner erfüllen. Doch die Umsetzung bedarf einer sorgfältigen Planung, schließlich will man lange Freude an der privaten Erfrischungszone haben. Doch welche Arten von Pools gibt es überhaupt? Was ist das Besondere an Naturpools? Und welche Materialien können verbaut werden? Auch über den hauptsächlichen Nutzen, Grundriss und Standort sowie über die Ausstattung und Pflege empfiehlt es sich, im Vorfeld genauere Gedanken zu machen. Wir haben hier die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

1. Pools

Eintauchen, treiben lassen, genießen: Ein eigener Pool steigert die Lebensqualität im Zuhause enorm. Dabei muss ein Pool heute nicht mehr unbedingt ein Symbol von Luxus sein. Dank unzähliger Möglichkeiten, Lösungen und Anbieter gibt es für nahezu jeden Geldbeutel und jedes Grundstück die passende Pool-Lösung. Ob Kids, Eltern, sportlich Ambitionierte, Wassernixe oder Erfrischungssuchende, jedes Familienmitglied und jede Nutzungsvorstellung können bei Planung und Bau berücksichtigt werden. Denn während der eine den eher usprünglich wirkenden Naturpool bevorzugen, möchte der andere eine lange Bahn mit Gegenstromanlage zum täglichen Fitnesstraining. Wieder anderen erfreuen sich bereits an einer kleinen Plansch-Möglichkeit im Aufstellpool.
 

 


1.1. Welche Pool-Arten gibt es?


Wie sich die verschiedenen Arten von Pools unterscheiden, liegt zum einen an den Materialien, die für den Bau verwendet werden, sowie zum anderen an der baulichen Umsetzung, die auf oder im Erdreich passiert. Unabhängig von Form oder Größe lassen sich also ganz nach Geschmack und Budget verschiedene Pool-Variationen realisieren. Wir stellen hier die gängigsten Modelle vor:

 
 
Aufstellpool
Wie der Name verrät, ist diese Variante nicht in den Boden eingelassen, sondern wird auf den tragenden Untergrund gestellt. Meist sind Aufstellpool Becken aus Stahl, die im Inneren mit Kunststoff beschichtet sind und von außen je nach Wunsch und Möglichkeiten mit unterschiedlichen Verkleidungen versehen sein können. Abhängig von Hersteller und Standort im Garten sind unterschiedliche Größen realisierbar.
 
Folienpool
Beim Folienpool wird zunächst eine Erdgrube ausgehoben und ein Betonfundament erstellt. Häufig kommen Systemsteine aus verdichtetem Styropor zum Einsatz, die dann auf die gewünschte Form und den Grundriss des Beckens zurechtgeschnitten werden können. Als dichtendes Element sind diese mit Folie verkleidet. Durch die Farbe der Folie lässt sich die spätere Wasserfarbe beeinflussen – von Weiß bis Dunkelblau ist alles möglich und kann zudem meist auch ausgetauscht werden.
 
Polyesterpool
Polyesterpools werden nach Maß vorgefertigt und in einem Stück in die Erdgrube eingelassen. Je nach Größe und Wassermenge kann man sich für ein Schotterbett oder ein Betonfundament entscheiden. Das Becken besteht aus synthetischen Werksstoffen wie Kunststoff und ist im Vergleich zum Folienpool etwas teurer. Ebenso kann die Folie nicht ausgetauscht werden. Bei guter Pflege können Polyesterpools Jahrzehnte überdauern, je nach Anbieter auch mit langen Garantien auf z. B. die Dichtigkeit.
 
Fertigschmwimmbecken sehen nicht nur toll aus, sie halten bei entsprechender Qualität und Pflege auch Jahrzehnte. (RivieraPool)
Für kleinere aufgestellte Pools muss keine Erdgrube ausgehoben werden. Schöne Wandverkleidungen und viele Ausstattungsextras sind aber dennoch möglich. (Armstark)
Fertigpools gibt es auch in Übergrößen - für ausreichend Schwimmspaß. Zudem können hell gefärbte Folien das Wasser noch klarer wirken lassen. (RivieraPool)
 
Mosaikpool
Als sehr widerstandsfähige und langlebige Oberfläche für Pools gilt Glasmosaik. Diese werden meist vorab auf Platten geklebt und dann im Becken aufgebracht. Zusätzlich können durch verschiedene Einfärbungen der Steinchen und eine dynamische Verlegung tolle Licht- und Glanzreflexe erzeugt werden, was der Poolumgebung im Garten eine noch stimmungsvollere Atmosphäre verleiht.
 
Naturstein-/Keramikfliesenpool
Als Verkleidung von Betonbecken können auch Natursteinplatten oder Fliesen verwendet werden. Bei Natursteinpools kommen meist Granit, Kalkstein oder Silberquarz zum Einsatz. Dabei sollte man sich im Vorfeld bescheinigen lassen, dass der ausgewählte Stein fest, also wenig porös, sowie chemikalienresistent ist, damit er durch Reinigung oder Chlorierung keinen Schaden nimmt. Im Zweifelsfall hilft ein Materialversuch. Eine verkledung mit keramischen Fliesen ist ebenfalls möglich. Diese sind durch ihre Oberflächenbehandlung sehr witterungsresistent und hygienisch und zudem in vielfältiger Weise farblich gestaltbar. Da die Platten aber im Gegensatz zu Mosaiken meist recht groß sind, eignet sich ihr Einsatz eher in Pools mit eckigen statt rundem Grundriss.
 
Holzpool
Für viele Verbraucher ist der Einsatz von natürlichem Material auch beim Pool immer wichtiger. Bei Holzpools gibt es zwei gängige Bauformen. Entweder besteht der komplette Pool aus behandeltem Massivholz oder es werden Stahlwände aufgestellt, die mit Holz verkleidet werden. Holzpools sind häufig als Selbstaufbau-System erhältlich, wodurch man recht schnell zur persönlichen Erfrischung kommt.
 
 
Stimmungsvoll harmoniert die Farbgebung der keramischen Fliesen im Pool mit ihrer grünen Umgebung. (Tile of Spain)
Hochwertiges Glasmosaik im Pool: Die Glanz- und Farbreflexionen lassen das Schwimmbecken in einem ganz besonderen Licht erstrahlen. (RivieraPool)
Auch mit Massivholz, wie hier das der Weißtanne, kann ein Pool erbaut werden. (Timberra)
 
Naturpool
Besonders hoch im Trend und in der Gunst vieler Eigenheimbesitzer liegen Naturpools. Ähnlich zu richtigen Teichen ahmen sie deren natürliches Biotop in Form und Bepflanzung nach und kommen zudem ohne chemische Zusätze wie z. B. Chlor aus. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied, mit dem sich ein Naturpool von einem natürlichen (Schwimm)Teich differenziert: Ein Naturpool wird mit einer Filteranlage versehen, die das Wasser reinigt und zudem sehr klar erscheinen lässt. Diese gibt es bei einem Teich nicht. Die Bepflanzung kann bei einem Naturpool also vor allem der Dekoration diesen, sodass man sich Ufer- und Wasserpflanzen nach persönlichem Gusto auswählen kann. Auch kann man so den Großteil der Wasserfläche für die Bade- und Schwimmnutzung freilassen. Interessanterweise ist es unter bestimmten Voraussetzungen sogar möglich, einen bestehenden Pool in einen Naturpool umzuwandeln. So können ein oder zwei Seitenelemente entfernt und Flachzonen ausgehoben werden, die begrünt und mit Pflanzen gestaltet werden können. Der Ein- bzw. Umbau zu einer biologischen Filteranlage kann ebenfalls durch den Fachmann erfolgen.
 
 
Naturpools liegen im Trend, da sie ähnlich einem Teich eine natürliche Form und Bepflanzung annehmen können. (Bio Nova)
Paradiesische Zustände: mit einem Naturpool holt man sich Badespaß ohne Chlor oder andere chemische Zusätze in den Garten. (Balena)
Im Wasser Augen auf? Kein Problem: Die biologische Wasserreinigung im Naturpool ist komplett chlorfrei. (Balena)
 
Naturpools funktionieren rein biologisch und sind im Betrieb häufig sogar günstiger als reguläre Pools. (Balena)
Chemiefrei: Eine Abkühlung im eigenen Naturpool ist ein Highlight nicht nur für Öko-Fans.
Mit ihren umweltfreundlichen Anlagen und dem natürlichen Pflanzenumfeld werden Naturpools immer beliebter. (Balena)
 

1.2 Die Pool-Technik

 
Hat man sich für einen der gängigen Pool-Arten entschieden, geht es darum, dass neben dem Ein- oder Aufbau natürlich auch die Technik stimmen sollte. Genauer gesagt, die Ausstattung, die ein sorgenfreies Planschen ermöglicht. Dazu gehört zunächst eine Filteranlage. Der Filter, oft ein Kartuschenfilter, ist entweder fester Bestandteil der Konstruktion oder wird zu bestimmten Zeiten, wie z. B. nachts, in das Becken gehangen. Dieser sorgt für eine filtrierende Reinigung des Wassers. Bei größeren Pool-Modelle empfiehlt sich ein Sandfilter, der gröbere Steinchen mit entfernen kann. Wer Wert auf beheiztes Wasser legt, muss sich dafür einen speziellen Filter anschaffen. Dieser wird zur Energieversorgung meist in das Heizsystem des Hauses integriert. Je nachdem, wieviel Wasservolumen der Pool aufweist, muss eine Pumpe das Wasser für die Reinigung durch die Filteranlage transportieren. Weiterhin sorgen Skimmer an der Oberseite der Poolwand dafür, dass Verschmutzungen, Laub & Co. von der Wasseroberfläche abgesaugt werden. Die Einlaufdüsen werden dann meist gegenüber der Skimmer montiert, weil so eine ideale Umwälzung des Wassers gewährleistet werden kann.
 

Biologische Filteranlage

Für einen Naturpool bieten Hersteller spezielle biologische Filteranlagen an, die völlig ohne Chlor- oder Salztechnik arbeiten. Eine Skimmerpumpe saugt das Wasser an der Oberfläche an und schleust es in die gegenüberliegenden Filter, wo es gereinigt und wieder eingeleitet wird. Da alles ohne Chemie abläuft, kann der Pool auch von Allergikern genutzt werden. Allerdings gilt es, in Zeiten erhöhten Pollenflugs oder Blätterfalls ein besonderes Augenmerk auf die Poolpflege zu haben, damit das Gewässer nicht „kippt“. Am besten lässt man in diesen Wochen den Skimmer ohne Unterbrechung laufen, sodass so gut wie kein Biofilm auf der Wasseroberfläche entstehen kann.


Beheizter Pool

Häufig besteht der Wunsch, dass das Wasser im Pool auch erwärmt werden kann. Da eine rein elektrische Lösung nicht wirklich ökonomisch ist, erfolgt die Beheizung in den meisten Fällen über eine Wärmepumpe. Eine Pool-Wärmepumpe ist in der Regel platzsparend und läuft über einen normalen Stromanschluss. Wie eine normale Wärmepumpe auch erfolgt der Energiebezug über die Umgebung, wodurch anhand eines Wärmetauschers (Kondensator oder Verdampfer) die Wärme an das Poolwasser weitergeleitet wird. Im Gegensatz zur Filteranlage, die am besten im Dauerbetrieb läuft, schaltet sich die Pool-Wärmepumpe nur an, wenn die tatsächliche Wassertemperatur unter die gewünschte Temperatur fällt. Bei Erreichen der Soll-Wärme ist die Pumpe im Standby-Modus. Eine günstige, wenn auch im Vergleich zur Wärmepumpe nicht so effektive Lösung ist eine Solarfolie, die die Wärme der Sonnenstrahlen auffängt und an das Wasser weitergibt.
 
 
Eine biologische Filteranlage arbeitet ohne Chlor, die rein biologische Wasseraufbereitung ersetzt die Chemie. (Minnova)
Hochwertige Filtertechnik sorgt für sorgenlosen Planschspaß.
Bei einem ökologisch gereinigtem Pool gehören rote Augen sowie gereizte Schleimhäute bzw. Hautrötungen durch Chlor der Vergangenheit an. (BIOTOP)
 
In Zeiten von Pollenflug sollte der Skimmer 24 Stunden am Tag laufen. Auf diese Weise wird der Biofilm auf dem Wasser so gering wie möglich gehalten. (Balena)
Energieeffiziente Produkte wie Luftwärmepumpen machen aus dem eigenen Pool eine ganzjähriges Badeparadies. (Krülland)
 

1.3 Reinigung und Pflege

 

Da der Pool im Außenbereich steht, sind Verschmutzungen durch Blätter, Staub oder Insekten nicht zu vermeiden. Zusätzlich hinterlassen Reste von Sonnenmilch, Schweiß und Haaren durch die Nutzung des Pools ihre Spuren. Damit hier nicht ideale Bedingungen für Keime, Bakterien und Co. entstehen, ist es wichtig, das Wasser sowohl durch eine mechanische Abdeckung als auch durch eine kontinuierliche Wasseraufbereitung sowie eine regelmäßige Reinigung ansehnlich und nutzbar zu halten. Vor dem Saisonstart empfiehlt es sich z.B., alte Wasserfüllstände oder -reste komplett aus der Poolwanne zu entfernen und diese mit einem Hochdruckreiniger gründlich von Ablagerungen zu befreien.

Sehr häufig werden in Pools Chlor- oder Salzprodukte genutzt, da sie das Wasser zuverlässig desinfizieren bzw. reinigen. Mittlerweile gibt es aber auch viele Zusätze, die sowohl ohne den typischen Schwimmbad-Geruch auskommen, als auch gesundheitlich unbedenklich sowie umweltfreundlicher sind. So stehen z.B. anorganische und rückstandsfreie Lösungen zur Verfügung, die das Wasser durch aktivierenden Sauerstoffgehalt aufklaren, ohne die Wasserqualität zu beeinflussen. Sie werden als flüssiger Zusatz zur Desinfektion hinzudosiert. Der aktive Sauerstoff kann mitunter und je nach Anbieter das sechsfache der Wirkung von Chlor erreichen. Ein weiteres Mittel zur pH-Regulierung darf hier jedoch nicht vergessen werden, um den Wasserhaushalt auszubalancieren. Zusätzlich geben regemäßige pH-Tests Auskunft über die Wassergüte. Bestenfalls liegt der pH Wert des Poolwassers zwischen 7 bis 7.5. Zu niedrigere oder zu hohe Werte können gesundheitliche Beschwerden hervorrufen und/oder systemrelevante Teile von Filter- oder Pumpanlage beschädigen.

Wer ein Feeling wie am Meer erhalten möchte, kann sogar auf Salzwasser setzen. Es gibt z.B. Systeme, die ein mildes und weiches Salzwasser mit nur 0,5 Prozent Salzgehalt herstellen. So profitiert man von hautpflegenden, bindegewebsstraffenden und auf die Atmungsorgane therapeutischen wirkenden Eigenschaften des Meeres, ohne jedoch dessen intensiven Salzgeschmack oder brennende Augen in Kauf nehmen zu müssen. Dafür ist die Salz-Konzentration zu gering, ein Spezialsalz, das auch im Trinkwasserbereich zugelassen ist, bildet die Basis dafür. Zusätzlich kommt eine Elektrolyseeinheit aus Titan zum Einsatz, die die Desinfektion des Poolwassers und die Beseitigung potenzieller Keime, Viren, Bakterien und Algen übernimmt.

 
 
Bestimmte Systeme können für den Pool sogar mildes Salzwasser herstellen - für ein Gefühl wie am Meer.  (Krülland)
Verbraucher legen Wert auf gesundheitlich unbedenkliche, umweltfreundliche Produkte - wie z. B. ein Aufklaren des Wassers durch aktivierenden Sauerstoff. (Krülland)
 

1.4 Ausstattung und Extras

 
Der Schwimm- und Planschgenuss allein ist meist nicht das einzige, das man sich mit einem eigenen Pool im Garten erfüllt. Die eigene Badeoase lässt sich auch ganz nach Budget, Geschmack und Vorstellung mit vielen zahlreichen Extras versehen bzw. ausstatten und so noch komfortabler gestalten. Welche Möglichkeiten es gibt, listen wir im Folgenden auf:
 
Poolabdeckung

Eine Poolabdeckung vereint gleich mehrere Vorteile in sich. Zum einen sorgt eine Abdeckung der Wasseroberfläche dafür, dass das Wasser nahezu frei von Laub, Insekten oder Schmutz bleibt und somit ein dauerhaft ungetrübtes Badevergnügen gewährleistet wird. Auch der Filter kann dadurch effizienter arbeiten, da er das Wasser weniger intensiv von Dreck befreien muss. Zum anderen gewährleisten stabilere Abdeckungen auch ein Plus an Sicherheit: Kinder oder Haustiere können nicht in den Pool fallen und sich der Gefahr des Ertrinkens aussetzen. Derart robuste Abdeckungen bestehen z. B. aus luftdicht verschweißten Lamellen, aufgewickelt auf einer Edelstahlwelle. Häufig können sie einfach via Knopfdruck bedient, also geöffnet oder geschlossen, werden - auf Wunsch sogar mit abschließbarem Sicherheitsschloss.

 
 
Eine Poolabdeckung verhindert nicht nur die Verschmutzung des Wassers, sondern kann auch in Sachen Sicherheit punkten. (Starline Pool)
Moderne Poolabdeckungen lassen sich leicht via Knopfdruck öffnen und schließen. (Starline Pool)
 
 
Alarmgeräte

So schön die Erfrischung im Pool ist, so risikoreich kann die private Schwimmoase z. B. für kleine Kinder oder Tiere werden. Ein Fehltritt oder eine Krabbelbewegung zu viel und schon kann es dazu kommen, dass der Nachwuchs unbemerkt ins Wasser fällt. Und dann werden sogar flache Wasserstände schnell zur großen Gefahr. Eine stabile Abdeckung ist eine Vorkehrung, um das Schlimmste zu verhindern. Eine andere wäre, in Sicherheitstechnik wie etwa ein Alarmgerät speziell für Pools oder Gartenteiche zu investieren. Dieses sichert den Badebereich und ist obendrein im Vergleich zu einer umgebenden Mauer die attraktivere und günstigere Alternative. Die Geräte liegen bei Nichtgebrauch des Pools wie ein „kleiner Schwimmer“ auf der Wasseroberfläche und registrieren, sobald Schwingungen im Wasser entstehen, etwa wenn etwas oder jemand ins Wasser fällt. Sofort wird ein lautes akustisches Signal abgegeben, dass vor dem möglichen Risiko warnt.


Sonnensegel / UV-Schutz
Genauso wie auf der Terrasse oder im Garten sollte man sich auch bei der Nutzung des Pools Gedanken um die UV-Einstrahlung machen. Zu viel Sonnenlicht, noch dazu reflektiert und verstärkt durch die Wasseroberfläche, ist auf Dauer schädlich für die Gesundheit. Gleichzeitig möchte man die Sonne natürlich insbesondere beim Baden und Planschen genießen. Eine gute Lösung, um ein gesundes Sonnen- und Poolbaden zu ermöglichen, ist das Aufspannen eines Sonnensegels über den Pool oder über Teile des Pools. Als angenehmer Sonnenschutz hält es einen Teil der starken Strahlung ab, ohne den Bereich dabei zu sehr abzudunkeln.


Sichtschutz
Neben dem Schutz der Kleinen und der Reduzierung der UV-Strahlung beim Baden gibt es noch einen weiteren Aspekt, den man beim eigenen Pool nicht missen möchte: die Privatsphäre. Sollten es die örtlichen Gegebenheiten nicht ermöglichen, dass der Pool auf einem uneinsehbaren teil des Grundstücks platziert wird, kann man sich mit Sichtschutzwänden und -elementen eine blickfreie Zone schaffen. Diese können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und sind in zahlreichen Designs erhältlich. Je nach Hersteller können etwa Sichtschutzstreifen bzw. -matten in bestehende Zaunsysteme eingearbeitet werden. So stellen sie neben dem Blickschutz sogleich auch noch einen Windschutz dar – der natürlich in der Farbgestaltung auf das Gartenambiente abgestimmt werden kann.
 
Alarmgeräte, die auf die Wasseroberfläche gelegt werden, schlagen im Ernstfall Alarm, sollte der Nachwuchs ins Wasser fallen. (UnitCons)
Luftige Sonnensegel dunkeln den Pool-Bereich nicht ab, sorgen aber für ein gutes Maß an UV-Schutz und somit für ein gesünderes Badevergnügen. (Plaspack/Soliday)
Mit einem Sichtschutz schafft man sich in einsehbaren Lagen wieder genug Privatsphäre am Pool. (AOS Stahl)
 
 
Bodenbelag rund um den Pool

Es macht Sinn, dem Boden rund um den Pool besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser sollte bestenfalls sowohl wasserfest als auch witterungsbeständig sein und darüber hinaus weder splittern noch rutschig werden. Leisten können das z.B. Terrassenprofile aus WPC, einem Holzverbundstoff, oder einer Materialkomposition wie Resysta, die zum Großteil auf Reishülsen basiert. Diese quellen und reißen bei kontinuierlichem Wasserkontakt nicht auf, ideal für Barfußläufer rund um den Pool. Die hohe Rutschfestigkeit garantiert zudem einen sicheren Zu- und Austritt aus der Poolzone. Da die Dielen zudem UV-beständig sind, geht die natürliche Holzoptik auch über viele Jahre nicht verloren.

 
Der Bodenbelag rund um den Pool sollte wasser- sowie rutschfest und witterungsbeständig sein und weder aufquellen noch splittern. (Salamander)
Auch keramische Fliesen sind ideal zur homogenen und hochwertigen Gestaltung des Außenbereichs. (Tile of Spain)
Eine weitere Möglichkeit, den Boden rund um den Pool zu gestalten, sind Kiesel. Das Material ist weder rutschig noch unempfindlich gegen Wasserspritzer oder Witterungseinflüsse. (Balena)
 
Gegenstromanlage

Immer mehr sportlich ambitionierte Poolbesitzer und -nutzer finden Gefallen an einer eingebauten Gegenstromanlage. Diese kann selbst in kleineren Pools zum Einsatz kommen, sodass einem intensiveren Training nichts im Wege steht. Es gibt i.d.R. zwei Möglichkeiten, einen Pool mit einer Gegenstromanlage zu versehen. Baut man den Pool neu, lässt man am besten gleich eine Stromanlage beim Bau fest in die Wand installieren. Diese kann so gezielt platziert und passend eingestellt werden. In einen Pool, der bereits steht, ist es aber ebenfalls möglich, eine Anlage nachträglich einzusetzen. Diese wird dabei normalerweise als Einhäng-Variante eingebaut und kann auch im DIY-Verfahren umgesetzt werden, wobei der Motor dann am Beckenrand festgemacht wird. Je nachdem, wie ehrgeizig und intensiv man schwimmen möchte, gilt es dann, die Anlage anhand der erzeugten Gegenströmung auszusuchen und einzustellen. Für einen moderaten Stil sind 30-40 Kubikmeter die Stunde eine gute Faustformel. Wer ambitionierter trainieren möchte, benötigt schon einen Durchsatz von 60 Kubikmetern oder mehr – hier empfiehlt es sich also, sich vor dem Kauf gut zu informieren. Das Schöne: eine Gegenstromanlage erlaubt nicht nur ein Schwimmen ohne Unterbrechen. Viele Anlagen produzieren sogar einen angenehmen „Wellengang“ für echtes Urlaubsfeeling wie am Meer. Weiterhin kann man den Wasserstrahl oder extra vorgesehene Düsen auch zu Massagezwecken für beanspruchte Muskulatur oder als Wellness-Extra verwenden. Das wertet den Komfort des eigenen Pools noch weiter auf.

 
Mit einer Gegenstromanlage kann man ohne ständigen Richtungswechsel ein tolles Schwimmtraining absolvieren. (Riviera Pool)
Eine Gegenstromanlage sowie Wasserläufe oder Massagedüsen erhöhen den Komfort eines Pools erheblich. (Riviera Pool)
Eine Massageanlage oder eine Gegenstromanlage können qauch in bestehende Pools nachgerüstet werden. (Riviera Pool)
 
 
Beleuchtung
Eine Beleuchtung ist vielleicht nicht das allererste Ausstattungs-Extra, dass man on top für seinen Pool plant. Aber es ist eines, über das sich mehr als nachzudenken lohnt. Denn Licht und Wasser erzeugen vor allem bei Nacht sehr schöne Stimmungen durch das reflektierende Wasser. Je nach Stelle können so der ganze Pool oder nur ein Bereich zum Beispiel von oben hell, indirekt oder farbig illuminiert werden. Sogar der Einbau von LED Leuchten in die Poolwanne oder den Poolboden ist möglich und kann ein faszinierendes Ambiente erschaffen. Nicht zuletzt birgt ein beleuchteter Einstiegs- und/oder Schwimmbereich auch bei Nacht die Möglichkeit, sicher seine Bahnen ziehen oder planschen zu können. Da die Gestaltungsmöglichkeiten mit Licht unglaublich vielseitig sind, lohnt es sich, sich beim Pool-Fachmann sowie dem Elektriker nach den individuell passenden Lösungen umzuhören.
 
Ein Pool bringt nicht nur Schwimmvergnügen, sondern kann z. B. mit der passenden Beleuchtung ein stimmungsvolles Ambiente im Garten erzeugen. (Starline)
Aufwertung des Außenbereichs und gleichzeitig sogar ein Sicherheits-Plus: Eine Poolbeleuchtung hat viele Vorteile. (Riviera Pool)
Ein Wasserstrahl und dazu kreativ eingesetzte farbliche LED-Leuchten: so schön und stimmungsvoll kann Schwimmen im eigenen Pool sein. (Eichenwald)
 

1.5 Whirpools, Swim Spas und Mini-Pools

 
Nicht immer steht ein großes Grundstück zur Verfügung oder ist der Wunsch nach einem sehr großen Becken gegeben. Eine prima Alternative mit hohem Wellness- und Komfort-Faktor sind dann Whirpools, Mini-Pools oder Swim Spas.
 
Whirpools
Bevor man sich im großen Angebot an Produkten umsieht, klärt man am besten die wichtigsten Fragen im Vorfeld für sich selbst ab. Allen voran die Frage nach der Größe. Denn wer mit der ganzen Familie und den Kids in den Whirpool steigen möchte, braucht logischerweise mehr Platz als bei einer Nutzung alleine oder zu zweit. Vor diesem Hintergrund sollte man auch schauen, dass genug Liegeflächen vorhanden und diese ausreichend lang sowie breit sind, damit sich Entspannung einstellen kann. Ebenso sollte man beachten, dass bei Nutzern mit unterschiedlicher Körpergröße dementsprechend unterschiedlich hohe Sitzhöhen sinnvoll sein könnten. Auch genug Fußraum ist wichtig. Eine weitere Frage stellt sich dann nach dem geeigneten Standort: Ist genug Sonneneinstrahlung vorhanden, aber sind auch – wenn gewünscht – eine Überdachung oder Schattenbereiche möglich? Soll der Whirpool auf dem Boden stehen oder in diesen eingelassen werden? Kann man gut und sicher hinein- und auch wieder hinaussteigen?
 
Nicht zu verachten ist dann auch der Blick auf die Ausstattung an sich. Denn je mehr man nachrüsten muss, desto kostspieliger kann das Ganze werden. Sind eine Treppe oder Einstiegsvorrichtung sowie Handläufe inklusive. Gibt es eine Abdeckung, die das Wasser außerhalb der Nutzungszeiten sauber hält. Wurde generell hochwertiges, sprich langlebiges Material wie etwa Edelstahl verwendet und sind Komponenten wie Massagedüsen, Displays etc. sauber und gut verarbeitet. Auch bei der Heizung hält man die Leistung im Blick. So lohnt sich etwa, ein teureres 3 kW Heizelement einem 1,5 kW Element vorzuziehen, da dieses langfristig weniger Aufheizkosten verursacht. Und auch die Wärmeisolierung sollte ausreichend sein, sonst heizt man die Energie buchstäblich zum Pool hinaus.
 
Entscheidend ist dann nicht zuletzt auch, welche Massagefunktionen der Whirpool bietet und wie diese einzustellen sind. Allen voran sollte der Druck als angenehm für alle Nutzer empfunden werden. Dafür ist es auch sinnvoll, dass die Düsen an unterschiedlichen Stellen an der Poolwand angebracht sind, damit jede Muskelgruppe von der Hydromassage profitiert. Wer möchte, achtet zusätzlich auf Luftdrüsen. Diese versetzten das Wasser mit zusätzlichem Sprudeleffekt, der für viele Nutzer das Komfortgefühl noch weiter erhöht.
 
Ausreichend Liegeflächen, komfortabler Fußraum, sprudelnde Massagedüsen, effiziente Heizung: Ein komfortabler Whirpool ist 365 Tage im Jahr nutzbar. (Whirpool Import)
Entspannung pur: Wenn man beim Kauf ein paar Dinge beachtet, lassen sich in einem Outdoor-Whirpool tolle Augenblicke erleben und teilen. (Armstark)
Ausstattung, Standort, Größe und Sicherheit: Beim Kauf eines Whirpools gilt es, sich im Vorfeld über viele Punkte Klarheit zu verschaffen. (Sonic Spa)
 
Swim Spas und Mini-Pools
Ein Swim Spa oder Mini-Pool stellt eine Mischung aus Whirpool und Swimmingpool dar und ermöglicht sowohl ein spaßiges Planschen als auch eine sportliche Betätigung. Das Gute ist, dass Swim Spas auch für kleinere Platzverhältnisse geschaffen sind, sich aber trotzdem zum Schwimmen eignen. Dafür sorgen Gegenstromdüsen, die auf kleiner Fläche ein gutes Maß an Kraulzügen zulassen. Ebenso verfügen Swim Spas je nach Hersteller über eine Massagefunktionen durch erzeugte Wasserstrahlen und helfen so, den Wohlfühl- und Gesundheitsfaktor weiter zu steigern. Wer ganzjährig ins Nass springen möchte, wählt ein Modell, das gut isoliert ist und beheizt werden kann. Zahlreiche Ausstattungsextras sind dann natürlich ebenfalls verfügbar, wie z. B. Unterwasserbeleuchtung, Soundsysteme und praktische Ein- und Ausstiegstreppen sowie Handläufe. Übrigens: Wer Wert darauf legt, kann seinen Mini-Pool sogar als Naturpool-Variante umsetzen.
 
 
Aufgestellt an die gewünschte Stelle ermöglicht ein Swim Spa sowohl ein sportliches als auch entspannendes Freizeitvergnügen. (Armstark)
Ein Swim Spa kann auch in den Boden eingelassen werden, sodass er sich ideal in die Garten- und Terrassengestaltung integrieren lässt. (Armstark)
Ein Mini-Pool passt in nahezu jede Outdoorgestaltung. Aber auch hier sollte an wichtige Extras wie etwa eine Pool-Abdeckung gedacht werden. (Balena)
 
Neun Quadratmeter Urlaubsfeeling für zu Hause - ein Mini-Pool sorgt auch auf kleinem Raum wie Terrases oder Dachterrasse für Erfrischung. (Future Pool)
Wasserläufe, Brunnenelemente, Gegenstromanlage, Beleuchtung: Auch bei einem Mini-Pool muss man in Sachen Ausstattung und Komfort keine Abstriche machen. (Riviera Pool)