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Tipps für schöne Gartenwege

Gartenwege gestalten – Materialien, Pflege und Ideen

Der Trend geht immer mehr zum Aufenthalt im Freien. Deshalb gewinnt ein hochwertig gestalteter Außenbereich zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören eine repräsentative Garagenauffahrt, ein einladender Weg in den Garten und eine liebevoll arrangierte Terrasse. Um lange Freude an der persönlichen Outdoor-Oase zu haben, sollte beim Bodenbelag auf die Materialauswahl geachtet werden.

 


1. Den Gartenweg planen

Ein Weg führt uns in erster Linie von A nach B. Neben den Hauptwegen, die das Haus mit der Terrasse, dem Gartenhaus oder der Garage verbinden, gibt es zusätzliche Wege, die als stilvolles Gestaltungselement im Grünen genutzt werden. Sie führen zu abgelegten Ruheorten, die nicht gleich entdeckt werden sollen, oder gliedern größere Flächen oder Beete voneinander ab.

Wenn der Weg eine funktionale Verbindung mit sich bringt, bspw. zu den Mülltonnen, sollte er möglichst direkt zum Ziel führen, ohne geschwungenen Verlauf. Um ihn dennoch aufzulockern, können Sträucher oder Blumen an den Seiten gepflanzt werden. Wer einen großen Garten besitzt, kann zusätzliche Wege anlegen, die zum Schlendern einladen. Mit Kurven oder Biegungen werden Bäume, Blumenbeete oder auch Teiche integriert. Diese geschwungenen Gartenwege laden zum Spazieren im eigenen Grün und können bspw. zum Pool oder der kleinen Ruheoase in der hinteren Ecke führen.
 

2. Das passende Material finden

Die Gartenwege sollen sich zum einen harmonisch in das Gesamterscheinungsbild von Haus und Garten einfügen, müssen zum anderen aber auch eine ordentliche Funktion und Haltbarkeit mitbringen. Neben losen Materialien wie Rindenmulch, Kies, Splitt oder Sand, die sich eher für seltener genutzte Wege eignen, empfiehlt sich grundsätzlich ein fester Untergrund, damit man auch bei nassem Wetter ohne größere Probleme zur Garage oder der Gartenhütte gelangt.

 

2.1 Betonsteinpflaster

Geht es um die Weggestaltung im Gartenbereich, bietet Betonsteinpflaster viele Vorteile. Als natürliches Material – bestehend aus Zement, Sand, Kies und Wasser – empfiehlt es sich sowohl aus ökologischer Sicht als auch in puncto Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit. Frost? Hagel? Starkregen? Es trotzt allen Witterungsbedingungen! Betonsteinpflaster sind dank ihrer Vielseitigkeit an Farben, Oberflächen und Formen ein echter Hingucker im Garten. Das Beste: Aufgrund der Maß- und Passgenauigkeit geht die Verlegung leicht von der Hand.


2.2 Keramik-Beton-Verbundplatten

Genau wie Betonsteinpflaster punkten auch die designstarken und besonders widerstandsfähigen Keramik-Beton-Verbundplatten im Outdoor-Bereich als widerstandsfähiges Material. Selbst Unkraut und Moos haben aufgrund fester Fuge keine Chance, sich auszubreiten. Die Platten können direkt im Splittbett oder auch auf vielen anderen Untergründen verlegt werden. Ihr Vorteil: Mit ihrer rutschhemmenden Oberfläche R11 bieten sie bei Nässe wie Regen und Graupel genug Grip. So ist für eine 100 %ige Trittsicherheit garantiert.


2.3 Fliesen

Fliesen sind nicht nur als Bodenbelag für den Innenbereich beliebt, mit ihnen lässt sich auch der Garten optimal aufwerten – als ideale Verbindung von Haus und Garten. Dabei bringen sie nicht nur eine sehr große Auswahl an Form und Farbe mit, auch ihr Material überzeugt. Auf den frost- und wassersicheren Fliesen entstehen dank Oberflächenversiegelung keine Kratzer oder Abdrücke! Sie sind besonders wegen ihrer unterschiedlichen Optiken beliebt, durch die vielfältige, individuelle Akzente gesetzt werden. Neben der lebendigen Natursteinoptik kann man auch aus Betoninterpretationen und Kollektionen in Zement- oder Holzoptik wählen.
 

2.4 Keramische Fliesen

Keramische Fliesen überzeugen im Außenbereich nicht nur mit ihrem Look, sondern vor allem mit ihren positiven Eigenschaften, weshalb sie sich im Vergleich zu Naturstein und Holz besser für den Garten eignen. Das Material ist absolut immun gegen Feuchtigkeit und bringt eine sehr starke Rutschhemmung mit, ebenso kann es nicht durch UV-Strahlung oder gar Schädlinge angegriffen werden. Das macht sie zu einem pflegeleichten, langlebigen, farbechten sowie frostsicheren Bodenbelag, der für einen stilvollen Außenbereich sehr gerne genutzt wird.

 

2.5 Pflasterklinker/-steine

Ein weiterer Baustoff, der sich für eine anspruchsvolle Gartengestaltung eignet, sind Pflasterklinker/-steine. Sie begeistern vor allem mit ihrer breiten Palette an Formen, Oberflächen und dauerhaft natürlichen Farben, sodass sie für jedes individuelle Gartendesign genutzt werden können. Neben klassischen Rot-, Orange- oder Brauntönen stehen Farben wie Anthrazit, Graphit, Blau, Gelb, Schwarz oder sogar Weiß zur Verfügung. Die durchgefärbten Klinker sind farb- und lichtecht und bleichen auch nach Jahren nicht aus. Mit besonderen Langformaten rundet sich das Angebot ab und die Gestaltungsmöglichkeiten sind fast grenzenlos. Neben ihrer Optik bringen sie eine beeindruckende Belastbar- und Pflegeleichtigkeit mit. Schmutz, Fett und Säure sind kein Problem für Pflasterklinker.
 
 

Eine Besonderheit stellen organisch gestaltete Pflastersteine dar. Ihre abgerundeten Kanten lassen sie dabei ganz natürlich erscheinen. Dabei schaffen auch sie aufgrund ihrer Variation in Form, Farbe und Größe vielfältige Kombinationsmöglichkeiten für jede Stilrichtung und integrieren sich in jedes Ambiente.

 

2.6 Holz

Wer bei der Gestaltung des Außenbereichs gleichermaßen Wert auf Nachhaltigkeit, Qualität und Optik legt, ist mit Echtholzdielen bestens beraten. Professionelle Unternehmen arbeiten mit Verfahren, die die natürliche Zellstruktur des Holzes dauerhaft verändert. Fazit: Das Material nimmt kaum noch Feuchtigkeit auf und überzeugt deshalb mit Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit. Verschmutzungen können einfach mit Wasser und Bürste beseitigt werden.

2.7 Holz-Alternativen

Holz liegt aufgrund seiner Optik und Nachhaltig zwar immer noch im Trend. Allerdings bringt es einen größeren Pflegeaufwand mit, um Holzdielen auf lange Sicht attraktiv und widerstandsfähig zu machen. Wer sich hier die Arbeit erleichtern, sich aber trotzdem über den beliebten Holz-Look freuen möchte, greift zu Alternativen.


2.7.1 Bambus

Bambus ist als Material für die Gartengestaltung besonders beliebt, da er nicht nur über ein hochwertiges Aussehen verfügt, sondern kaum Pflege benötigt und trotzdem Langlebigkeit mit sich bringt. Vor allem ist er eine gute Wahl, wenn nach einem erstklassigen und nachhaltigen Material für den Boden gesucht wird. Die Dielen bestehen annähernd zu 100 Prozent aus Halmen von Hochlandbambus, die veredelt werden. Plastik oder Tropenholz sind hier kein Thema!


2.7.2 WPC/BPC Dielen

Bei diesem Material verbinden sich die besten Eigenschaften von natürlichen Fasern und hochwertigen Kunststoffen. Die natürliche Holzoptik erhalten die Dielen dank des hohen Holz- (WPC) oder Bambusanteils (BPC), während der Kunststoffanteil für eine sehr hohe Dauerhaftigkeit bei geringem Pflegeaufwand sorgt.


2.7.3 Holzstruktursteine

Holz ist als natürliches Baumaterial sehr gefragt, doch ist es nicht gerade sehr bekannt als witterungsbeständiges und pflegeleichtes Material. Wer sich also einen anderen Bodenbelag wünscht, dennoch nicht auf die stilvolle Holzoptik verzichten möchte, ist mit Holzstruktursteinen gut beraten. Sie vereinen die beliebte, antike Holzmaserung mit den praktischen Vorteilen von Stein. So sind die Elemente nicht nur ganz besondere Schmuckstücke im Garten, die dem rustikalen Baustoff zum Verwechseln ähnlich sehen, sondern auch ein praktischer Bodenbelag, der aufgrund seiner langen Lebensdauer vor allem im Außenbereich begeistert.


3. Die richtige Pflege

Damit die schöne Optik des Gartens erhalten bleibt, sollten nicht nur Rasen, Blumenbeet und Möbel ordentlich gepflegt werden, sondern auch die Gartenwege. So kennt bspw. jeder lästiges Unkraut, das zwischen Fugen entsteht. Oder auch Grünbelag, der sich nach einem langen Winter breitgemacht hat. Jeder Oberflächenbelag stellt Anforderungen an Pflege und Reinigung.

 

Grünbelag

Bei Grünbelag ist der Griff zum Hochdruckreiniger so einfach: Der harte Wasserstrahl befreit die Oberflächen sofort von Verschmutzungen. Allerdings raut er diese gleichzeitig auch so an, dass sich Grünbelag zukünftig noch besser festsetzten kann. Sinnvoller ist es hier, die unschönen Beläge mit speziellem Grünbelag-Entferner zu behandeln. Das Konzentrat kann selbst angemischt und anschließend aufgeschüttet oder -gesprüht werden. Nach der Behandlung einwirken lassen und schon sieht der Bodenbelag aus wie neu.

Unkraut

Wer Unkraut zwischen den Fugen den Garaus machen möchte, greift am besten zu einer Systemlösung aus Bettungs- und Fugensand. Bettungssand dient als maßgebliche Basis für eine langfristige und haltbare Fuge. Er wird auf Erdreich und einer Trag- und Frostschutzschicht aus Schotter und Kies in gleichmäßiger Stärke verteilt und anschließend abgezogen. Dabei verhindert er, dass der Fugensand, der als letzter Schritt auf Pflaster bzw. Platten verteilt und in die Fugen eingepresst wird, im Unterbau verrieselt.

 

Verschmutzungen

Wer seine Steine und Platten sauber halten möchte, greift zu einer Kombination aus Reinigung und Versiegelung. Eine kraftvolle Grundreinigung befreit den Boden von Verunreinigungen. Im Anschluss empfiehlt sich grundsätzliche eine Versiegelung der Oberfläche, wodurch ihre Farbe verstärkt, die Struktur betont und neuer Fleckenbildung vorgebeugt wird.

Imprägnierung

Wer seinen Steinboden noch wasserabweisender sowie schmutz- und fleckenunempfindlicher gestalten möchte, greift zu speziellem Stein-Naturöl. Es dient zur farblosen Imprägnierung von offenporigem Naturstein und Betonwerksteinen im Außenbereich. Das Öl wird mit einem Pinsel oder einer Bürste aufgetragen und dringt in die offenporigen Bodenplatten ein. Überschüsse sind mit einem fusselfreien Lappen zu entfernen. Nach einer Trocknungszeit von etwa zehn Stunden kann der zweite Anstrich vorgenommen werden. 


4. Zusätzliche Elemente

Um seinem Garten einen ganz besonders abwechslungsreichen Charakter zu verleihen, lassen sich die Wege z. B. mit verschiedenen Materialien anlegen. Doch auch zusätzliche Elemente helfen dabei, auf gestalterische Art und Weise eindrucksvolle Akzente zu setzen. Während die einen vielleicht eher für mehr Sicherheit sorgen, sind die anderen ein Highlight neben dem Gartenweg.

4.1 Rinnensysteme

Wer geklinkerte Auffahrten oder Wege aus Pflastersteinen sein Eigen nennt, kennt es vielleicht: Bei starken Niederschlägen kann es zu ungewollten Flusslandschaften kommen. Das Wasser sammelt sich an und kann nicht richtig abfließen. Hier helfen Rinnensysteme. Sie sorgen für eine effektive Entwässerung. Das Beste: Für alle Rinnensysteme stehen verschiedene Abdeckungsvarianten aus unterschiedlichen Materialien bereit. So überzeugen nicht nur ihre ökologischen Vorteile, sondern auch ihr Design.

4.2 Palisaden

Palisaden kommen als Gestaltungselement im Garten zum Einsatz, um Böschungen abzufangen, Beete abzugrenzen und Wege sowie Treppenanlagen einzufassen. Sie gibt es in ganz unterschiedlichen Höhen und Stärken, sodass für jeden Zweck das richtige Modell dabei ist. Neben den Wegen angelegt sind sie ein echtes Highlight.

 

4.3 Mauersysteme

Mauersysteme werden sehr gerne eingesetzt, um Hochbeete einzufassen, Stufen zu gestalten oder einen Hang zu sichern. Jedoch sehen sie auch als einfaches Gestaltungselement neben den Gartenwegen sehr gut aus. Wer dabei auf Steine setzt, deren Oberfläche wie direkt aus dem Fels geschlagen wirkt, schafft ein sehr natürliches Erscheinungsbild.

4.4 Gabionen

Wer seinen Garten etwas moderner gestalten möchte, wählt für den Außenbereich Gabionen. Sie dienen zum einen als Blumen- sowie Pflanzkübel, können dabei aber auch so angelegt werden, dass sie zusätzlich die Wege eingrenzen. Gabionen sind Körbe, die mit Bruchsteinen befüllt werden. Werden die Gabionen höher gebaut, können sie für Sicht- und Windschutz sorgen.